Korean Beauty Produkte

Der Ultimative Korean-Beauty Guide: Trends & Skincare Routinen

Glow Guide, K-Beauty Trends

Lady Gaga tut es, Emma Stone, Drew Barrymore, Jessica Alba und Chrissy Teigen tun es auch. Und Big Bang sowieso. Korean Beauty Routinen gehören heute ganz selbstverständlich zum Pflege-Tool-Kit von Celebrities, Skincare-Enthusiast_innen und Beauty-Gurus weltweit. Dass die koreanische Hautpflege-Philosophie zunächst in ganz Asien, dann in den USA und schließlich, seit ca. 2017, auch in Europa viele aufgeschlossene und neugierige Fans gefunden hat, ist kein Zufall. Südkorea versorgt den Rest der Welt regelmäßig mit neuen Skincare Trends: Produkt-Neuschöpfungen virale Skincare-Looks und perfekt darauf abgestimmte Routinen.

Der Strom an K-Beauty Trends und Skincare Hacks scheint so schnell nicht abzureisen. Um dennoch die Übersicht zu bewahren, haben wir in diesem Ultimative Korean Beauty Guide die einflussreichsten K-Beauty Trends der letzten Jahre versammelt und die wichtigsten Fragen geklärt: Was verbirgt sich hinter wolkenloser Haut? Wie unterscheiden sich die einzelnen Korean Beauty Routinen voneinander? Und wie erreicht man koreanische Skincare Goals wie Cream Skin oder Glass Skin am besten?

K-Beauty Basics

Bevor wir uns die koreanischen Haupflege-Trends einen nach dem anderen genauer anschauen, nochmal kurz back to basics! Erstens: was ist Korean Beauty? Und zweitens: wie funktioniert koreanische Hautpflege?

Korean Beauty (kurz: K-Beauty) dient zum einen als Sammelbegriff für alle Beauty und Pflegeprodukte “Made in Korea”. Zum anderen beschreibt Korean Beauty eine typisch koreanische Sicht auf Beauty, die Skincare zum Lifestyle erklärt. In diesem Sinne ist Korean Beauty ein Gemeinschaftsprojekt: mehr als in anderen Ecken der Welt, teilen koreanische Expert_innen, Influencer_innen und – nicht zu letzt – Konsument_innnen ihre Erfahrungen und Inspiration online. Dieser intensive Austausch fördert immer neue K-Beauty Trends, Skincare Hacks, Pflege-Routinen und virale Looks zu Tage.

Was ist eine Korean Skincare Routine?

Bei all der Innovationsfreude geht dem K-Beauty-Ansatz eine Sache niemals verloren: seine Methodik. K-Beauty ohne Korean Skincare Routinen? Undenkbar! Cleanser, Cremes und andere Pflegeprodukte werden nicht wahllos aufgetragen, sondern aufeinander abgestimmt und in logischer Reihenfolge angewendet. Diese Abfolgen (im Beauty-Jargon: Routinen) stellen sicher, dass die Pflegeprodukte so tief wie möglich in die Haut einziehen und dort maximale Wirkung entfalten.

Was macht Korean Beauty besonders?

Wer sich ein bisschen mit koreanischen Skincare Routinen auskennt, hat schon vieles von dem, was sich hinter K-Beauty verbirgt, verstanden. Zu den weiteren Besonderheiten von Korean Beauty gehören unter anderem diese drei:

1. Skincare first

Die koreanische Skincare-Philosophie rückt natürliche Looks in den Mittelpunkt (Stichwort: skincare first – makeup second). Gesunde, gepflegte Haut ist Voraussetzung für jeden Look – ganz egal ob stark, leicht oder gar nicht geschminkt. Aktuelle K-Beauty Trends gehen ganz klar in Richtung Minimal Make-up. Die Haut wird nicht unter dicken Schichten Foundation versteckt. Stattdessen setzen koreanische Beauty Trends für kleinere Korrekturen auf leichtes Make-up und setzen dezente Highlights, die die natürlichen Vorzüge der Haut unterstreichen.

Mit Glass Skin, einem der bekanntesten K-Beauty Trends der letzten Jahre, haben uns die Koreaner_innen vorgemacht, wie sich der herkömmliche Highlighter durch gezieltes Auftragen von Hautpflegeprodukten ersetzen lässt. Doch dazu später mehr…

2. Asiatische Medizin trifft Beauty-Tech

Korean Beauty verbindet Einflüsse ganz unterschiedlicher Art – von technikaffin bis traditionsbewusst. Im Heimatland von Samsung und LG ist man extrem technikbegeistert und neuen Entwicklungen gegenüber sehr aufgeschlossen. Zu den neueste Beauty Technologien aus Korea gehören ein Nail-Art Printer, der direkt auf die Fingernägel druckt und eine handliches Ultraschall-Gerät für Gesichtsmassagen.

Gleichzeitig steht Korean Beauty aber auch in der Tradition der koreanischen Medizin, auf koreanisch: Hanbang. Ähnlich wie andere ostasiatischen Medizin-Traditionen basiert Hanbang auf Jahrhunderte altem Wissen um die heilende Wirkung von Gräsern, Kräutern, Hölzern und Wurzeln. Dieser Erfahrungsschatz inspiriert bis heute die Entwickler_innen von koreanischer Hautpflege. Viele K-Beauty Brands konzipieren ihre Rezepturen rund um grünen Tee, Ginseng und andere Hanbang-Klassiker. Gleichzeitig verzichten eine ganze Reihe an K-Beauty Brands auf gesundheits- und umweltschädliche Inhaltsstoffe. Wer Clean Beauty sucht, wird in Korea also garantiert fündig.

Besonders spannend wird es, wenn beides zusammen trifft: Real Barrier kombiniert zum Beispiel die Heilpflanze Centella Asiatica mit dem MLE-Produktionsverfahren. Die MLE-Technologie setzt Fettsäuren so zusammen, dass sie den Schutzmantel gesunder Haut nachahmen. Centella Asiatica wirkt entzündungshemmend und wundheilend. Beides hilft der Haut, sich schneller von Trockenheit und anderen Irritationen zu erholen.

3. Hautpflege ganzheitlich gedacht

Gepflegte und strahlende Haut wird in Korea stärker als in westlichen Kulturen als Ausdruck und Bestandteil der allgemeinen Gesundheit gesehen. Der K-Beauty Ansatz begreift Hautpflege daher nicht als Quick-Fix, sondern als langfristiges Commitment. Problembeseitigung à la Fältchen weg oder Anti-Akne ist nur ein kleiner Teilbereich von Korean Skincare.

In Korea schwört man auf die ganzheitlichen Hautpflege. Soll heißen: Hautprobleme wie Trockenheit oder Pickel werden natürlich gezielt behandelt, wenn sie auftreten. Die SOS-Behandlung ersetzt aber nicht die kontinuierliche, generelle Hautpflege. K-Beauty schreibt das Prinzip der Prävention ganz groß. Von ausreichend Feuchtigkeit, Anti-Oxidantien und Sonnenschutz profitiert langfristig jeder Hauttyp – auch wenn ihn gerade keine akuten “Probleme” beschäftigen.

Diese K-Beauty Pflege-Routinen solltet ihr kennen

Nachdem wir uns angeschaut haben wofür K-Beauty und Korean Skincare stehen, können wir uns nun endlich die einzelnen koreanischen Hautpflege-Routinen näher anschauen. Wir beginnen mit der aller einfachsten.

Die Minimalist Korean Beauty Routine für jeden Tag (ideal für Anfänger_innen!)

Die absoluten Skincare Basics haben wir alle ohnehin verinnerlicht: Gesicht waschen, dann eincremen. Der Sprung zu einer minimalistischen K-Beauty Routine ist viel kleiner, als man denken möchte.

Schritt 1: Go gentle: greift abends zu einem milden Cleanser!

Verwendet am Abend zum Waschen ein mildes, pH-neutrales Reinigungsprodukt (einen Reinigungsschaum oder ein Cleansing Oil). Morgens reicht dann Wasser. Für diejenigen unter euch, die Make-up tragen, ist ein Cleanser bestimmt schon fester Bestandteil der abendlichen Hautpflege. Aber auch, wenn ihr kein Make-up verwendet, ist es eine gute Idee, das Gesicht am Abend mit einem Cleanser zu waschen. Er befreit die Haut von abgestorbenen Zellen, was euren Teint frischer aussehen lässt und er reinigt die Poren, wodurch er die Entstehung von Pickeln und Mitessern verhindert.

Schritt 2: K-Beauty Toner machen den Unterschied

Für eine Minimalist Korean Beauty Routine fehlt jetzt nicht mehr viel: besorgt euch einen guten koreanischen Toner, der zu eurem Hauttyp passt. Muss es unbedingt ein koreanischer Toner sein? Wenn ihr die authentische Korean Beauty Experience wollt, dann schon. Ein koreanische Toner unterscheidet sich nämlich tatsächlich von einem Toner oder Gesichtswasser, wie es von westlichen Marken hergestellt wird. Europäische oder amerikanische Toner sind oft dazu gedacht, Überbleibsel von Make-up zu entfernen, die dem ersten Reinigungsschritt getrotzt haben. Viele haben einen hohen Alkohol-Gehalt (die Art von Alkohol, die austrocknend wirkt) und könnten ein ziehendes, spannendes Gefühl auslösen.

Koreanische Toner hingegen sind nicht für die Reinigung, sondern schon für den nächsten Schritt, die Hautpflege, konzipiert. Selbst wenn ihr einen ganz milden Cleanser verwendet, verliert die Haut beim Waschen an Feuchtigkeit. Mit einem koreanischen Toner könnt ihr sie ganz leicht mit neuer Feuchtigkeit versorgen. Das hat den netten Nebeneffekt, dass auch die Creme, die ihr im Anschluss auftragt besser einziehen kann. Neben feuchtigkeitsspendenen Inhaltsstoffen wie Hyaluronsäure und Allantoin enthalten koreanische Toner auch viele pflegende Zutaten wie Panthenol oder Centella Asiatica.

Den K-Beauty Toner tragt ihr morgens und abends direkt nach der Gesichtsreinigung auf. Das Gesicht mit einem weichen Handtuch kurz trocken tupfen und dann den Toner mit den Fingerspitzen im Gesicht verteilen und “einklopfen”.

Schritt 3: Nur noch Creme und fertig!

Jetzt noch eincremen wie immer und schon habt ihr eure erste koreanische Skincare Routine durchgeführt. Ihr seht, Korean Skincare kann auch einfach sein. Drei Pflege-Produkte reichen euch völlig aus, um eure eigene Minimalist Korean Beauty Routine zusammenzustellen.

Die Minimalist Korean Beauty Routine auf einen Blick

  • Beliebt seit: wann immer es schnell gehen muss… also immer 🙂
  • Trend aus: Südkorea
  • Skincare Goal: Gesunde, strahlende Haut bei minimalem Aufwand
  • Beliebt weil: schnell & absolut alltagstauglich
  • Aufwand: 1,5 / 5
  • Benötigte Produkte: 3 (Cleanser + Toner + Feuchtigkeitscreme) + tagsüber Sonnenschutz

PibooCare-Tipp: Wenn ihr sowieso schon eine Feuchtigkeitscreme und einen Cleanser zu Hause habt, holt euch erstmal nur einen koreanischen Toner dazu und probiert so aus, ob Korean Skincare etwas für euch ist.

Cream Skin

Der allerneuste K-Beauty Trend, Cream Skin, hat viele Gemeinsamkeiten mit der Minimalist K-Beauty Routine. Nach mehreren K-Beauty Trends, die viele Pflegeschritte vorsahen, beschert uns Südkorea mit Cream Skin ein Konzept, das erfrischend anderes ist:

Ganz im Sinne einer Skincare Diet (weiter unten mehr dazu), geht es bei der Cream Skin Routine darum, sich ganz auf das Wesentliche zu konzentrieren. Wählt zwei bis drei Pflege-Essentials sorgfältig und bewusst aus. Sie sollen der Haut alles geben, was sie braucht: Feuchtigkeit, Nährstoffe, Antioxidanzien.

Schritt 1: But first cleansing

Los geht’s auch hier mit der Gesichtsreinigung (wie gehabt: morgens reicht Wasser, abends mit einem Cleanser, z.B einem Reinigungsschaum). Bei der Cream Skin Routine habt ihr mit dem Cleansing die Hälfte schon geschafft. Anders als bei längeren K-Beauty Routinen, tragt ihr hier nur ein einziges feuchtigkeitspendendes Pflegeprodukt auf. Deshalb ist es umso wichtiger darauf zu achten, dass euer Cleanser eure Haut nicht strapaziert oder austrocknet. Lest hier wie ihr einen guten Cleanser für euren Hauttyp findet.

Schritt 2: Cream Skin (Toner trifft Feuchtigkeitscreme)

Cream Skin ist eine Kreuzung aus Toner und Feuchtigkeitscreme. “Skin” (스킨) ist ein koreanischer Slang-Ausdruck und bedeutet einfach Toner. 2019 brachte das Beauty-Label Laneige sein Mischprodukt “Cream Skin Refiner” in Korea auf den Markt. Das öffnete die Tür für eine stark vereinfachte und entschlackte Hautpflege und traf den Nerv der Zeit. Cream Skin ist für Hautpflege das, was die Capsule Wardrope für Mode ist. Hinter dem Cream Skin Pflegeansatz steht die Überzeugung, dass man ein tollen, strahlenden Teint sich auch mit wenigen Mitteln erreichen kann.

Die Konsistenz von Cream Skin bewegt sich irgendwo zwischen Toner und Feuchtigkeitscreme. Leichte, milchige Lotions oder feuchtigkeitsspendende Gel-Cremes eignen sich deshalb besonders gut für die Cream Skin Routine. Auch in der Funktionsweise sind Cream Skins ein Hybrid aus Toner und Creme. Mit einem Toner haben sie gemeinsam, dass sie schnell in die Haut einziehen und sie direkt mit Feuchtigkeit versorgen. Genau wie eine Creme, sorgen sie dafür, dass die Feuchtigkeit bis in tiefe Hautschichten eindringt und lange gespeichert wird.

Gerade keine geeignete Gel-Creme oder Gesichtslotion zur Hand? Kein Problem! Den Effekt von Cream Skin könnt ihr ganz einfach nachahmen. Tragt einfach einen herkömmlichen Toner und eine ganz normale Feuchtigkeitscreme auf.

Der Cream Skin Look

Viel einfacher als bei der Cream Skin Routine kann Hautpflege gar nicht sein. Bestimmt auch deshalb wurde der Cream Skin Trend so begeistert aufgenommen. Ein weiteres Plus: obwohl die Pflegeschritte und Pflegeprodukte auf ein Minimum heruntergeschraubt werden, müssen wir mit Cream Skin beim Ergebnis keine Abstriche machen. Charakteristisch für den Cream Skin Look ist ein semi-mattes, natürliches Finish. Auch ohne Make-up erhält die Haut einen dezenten, weichen Glow.

Die Cream Skin Routine auf einen Blick

  • Beliebt seit: 2019/2020
  • Trend aus: Südkorea
  • Skincare Goal: dezenter und frischer Glow
  • Beliebt weil: die Machbarkeit im Mittelpunkt steht. Eine schnelle Routine als Antwort auf den aufwendigere Trends, wie z.B. Glass Skin.
  • Aufwand: 1 / 5
  • Benötigte Produkte: 2-3 (Cleanser + leichte Lotion oder Cleanser + Toner + Feuchtigkeitscreme) + tagsüber Sonnenschutz

PibooCare-Tipp: Falls euch das passende Cream Skin Produkt fehlt: Auf dem Handrücken könnt ihr ganz einfach etwas Feuchtigkeitscreme mit ein paar Tropfen Toner mischen. Das geht umso besser, wenn ihr ein Toner verwendet, der nicht wässrig, sondern ein bisschen dickflüssiger ist. Die Konsistenz der Toner-Creme-Mischung sollte lotionsartig sein. Experimentiert ein bisschen und kuckt, welches Mischverhältnis eurer Haut besonders gut tut.

Glass Skin

Wenn man über Korean Beauty Trends spricht, dann darf einer auf keinen Fall fehlen: Glass Skin (auf koreanisch: 유리피부, sprich: yuri pibu) ist in Korea seit ca. 2015 der Inbegriff beneidenswert strahlender Haut.

Spätestens nachdem Ellie Choi, eine Make-up Artist aus Los Angeles, 2017 auf Instagram ihrer Version der Glass Skin Routine teilte, wurde Glass Skin dann auch in den USA zum ultimativen Skincare Goal.

Der Glass Skin Look

Schon mal vom No Make-up Make up Look gehört? Für diesen Style wird Make-up so aufgetragen, dass es aussieht, als würde man gar keines tragen. Glass Skin dreht das Ganze um. Gezielte und intensive Hautpflege lässt die Haut ungeschminkt so toll aussehen, dass man meinen möchte, es wäre doch Make-up im Spiel.

Die zwei entscheidenen Merkmale des Glass Skin Look sind eine weiche, glatte, ebenmäßige Haut und ein Teint mit außergewöhnlicher Strahlkraft. Unreinheiten, verstopfte Poren, trockene Stellen, Rötungen sind die größten Baustellen auf dem Weg zur Glass Skin und dem Ideal gepflegter, geschmeidiger Haut. Wem es dann noch gelingt, mit der richtigen Pflege das ganze Glow-Potential der Haut herauszukitzeln, hat es geschafft. Eine glatte, feine Oberflächenstruktur gegart mit einem satten, luxuriösen Glow sind genau das, wovon Glass Skin Fans träumen. Wie gelingt der Glass Skin Look nun?

Schritt 1: Perfektion beginnt beim Cleansing

Wie jede gute Skincare Routine beginnt die Glass Skin Routine mit dem Cleansing. Eine regelmäßige und gründliche Reinigung ist Voraussetzung dafür, dass bestehende Unreinheiten, wie Mitesser oder Pickel, nachlassen und neue Hautprobleme gar nicht erst aufkommen. Dieser Effekt stellt sich nicht gleich nach der ersten Anwendung ein. Glass Skin verlangt uns da schon ein bisschen mehr Disziplin und Geduld ab.

Schneller lässt sich ein anderes Ergebnis bewusster Gesichtshygiene erkennen: Sorgfältiges Cleansing befreit unsere Poren von Schmutz und Talg. Dadurch fallen sie optisch weniger auf, was das Hautbild feiner und gleichmäßiger wirken lässt.

Die Bedeutung des Cleansing für den Glass Skin Look lässt sich kaum überschätzen. Glow auf unreiner Haut klingt einfach nicht so verlockend… Die typisch koreanische Lösung: Double Cleansing. Das bedeutet ihr wasch euer Gesicht zunächst mit einem Oil Cleanser und danach mit einer wasserbasierten Reinigung. Double Cleansing klappt aber auch mit einem geeigneten 2-in-1 Cleanser ganz hervorragend.

Extra-Schritt: Peelings für einen frischen Teint

Um den berühmten Glass Skin Glow zu erreichen, braucht es ein besonders feines und klares Hautbild. Diese Superlative lassen sich mit einem Cleanser alleine nur schwer erreichen.

Erklärt deshalb einen Wochentag zu eurem Peeling-Tag! Unsere Haut befindet sich in einem ständigen Erneuerungsprozess. Neue Zellen werden gebildet, alte sterben ab. Abgestorbene Zellen an der Hautoberfläche verschwinden aber nicht sofort. Das alte Zellmaterial lässt unseren Teint stumpfer und müder wirken. Peelings entfernen diese abgestorbenen Zellen. So gelangen die jungen, frischen Zellen an die Oberfläche und verhelfen der Haut zu einem frischen Glow.

Achtet darauf, dass ihr eure Haut beim Peeling nicht zu sehr strapaziert. Zu heftiges (und auch zu häufiges) Reiben und Schrubben mit sogenannten physikalischen Peelings kann Mikroverletzungen verursachen, die sich entzünden können. Habt ihr empfindliche Haut? Dann probiert es mal mit chemischen Peelings. Da müsst ihr gar nicht rumschrubben und die Zellerneuerung wird trotzdem beschleunigt.

Schritt 2: Toner = Feuchtigkeit = Glow

Cleanser und Peeling kümmern sich um die Hauthygiene und befreien die Hautoberfläche von Glow-Ausbremsern. Das sind allerbeste Voraussetzungen für Glass Skin. Was der Haut zum Glass Skin Look jetzt noch fehlt, ist vor allen Dingen Feuchtigkeit. Und davon viel. Koreanische Toner sind wahre Fuechtigkeits-Booster. Beim Cleansing und Peeling entziehen wir der Haut Feuchtigkeit. Diesen Effekt kehren K-Beauty Toner um. Sie wirken hydrierend und beruhigend.

Es gibt viele koreanischen Toner, die speziell für einen bestimmten Hauttyp konzipiert sind, z.B. Toner für ölige Haut. Sie spenden Feuchtigkeit und regulieren gleichzeitig die übermäßige Talgproduktion der Haut. Wenn euer Hauptanliegen Feuchtigkeit ist, dann achtet darauf, dass euer Toner feuchtigkeitsspendene Stoffe enthält, die bis in tiefer Hautschichten einziehen können, zum Beispiel ein Kombination aus Hyaluronsäureverbindungen mit unterschiedlicher Molekülgröße.

Schritt 3: Schneller zum Glass Skin Look? Serum hilft!

Anders als beim Cream Skin Trend, reden wir bei Glass Skin nicht über einen zarten, dezenten Glow. Hier lautet die Devise: Maximaler Glow! Je mehr, desto besser. Deswegen benötigt unsere Haut für den Glass Skin Look noch mehr Feuchtigkeit als für die Cream Skin Routine, zum Beispiel. Mehr Feuchtigkeit bedeutet für uns mehr Einsatz.

Für Korean Beauty im Allgemeinen und die Glass Skin Routine im Besonderen spielt die “Layering”-Strategie (auf deutsch: das Übereinanderschichten) eine ganz große Rolle. Beim Layering wird der Haut Feuchtigkeit quasi schlückchenweise eingeflößt, indem man mehrere Pflegeprodukte nacheinander aufträgt. Wenn ihr zusätzlich zu Toner und Feuchtigkeitscreme auch noch ein feuchtigkeitsspendendes Serum (oder eine Essence oder eine Ampoule) in eure Routine einbaut, kann eure Haut noch mehr Feuchtigkeit tanken.

Seren schenken eurer Haut aber nicht nur extra Feuchtigkeit, sie heben auch die Prävention und Behandlung von Hautproblemen auf ein ganz neues Level. Achtet darauf, dass die feuchtigkeitsspendenden und pflegenden Wirkstoffe in eurem Serum in hoher Konzentration enthalten sind. Dann könnt ihr mit sichtbaren Verbesserungen rechnen. Wenn ihr zum Beispiel Altersschäden durch UV-Strahlen mildern und vorbeugen wollt, haltet Ausschau nach Seren mit antioxidativen Wirkstoffen (sie können freie Radikale binden und unschädlich machen). Habt ihr mit Hautirritationen zu kämpfen, entscheidet euch für ein beruhigendes Serum. Cica und Panthenol wirken besonders entzündungshemmend und lindern verschiedensten Hautproblemen von Trockenheit bis Akne.

Schritt 4: Feuchtigkeitscreme nicht vergessen

Ihr habt es kommen sehen: weil unsere Haut für den Glass Skin Look alle Feuchtigkeit gebrauchen kann, die sie nur kriegen kann, ist dieser Pflegeschritt keine Überraschung mehr. Die Feuchtigkeitscreme ist das dritte hydrierende Pflegeprodukt, das in der Glass Skin Routine verwendet wird (nach Toner und Serum).

Die Creme spendet nicht nur zusätzliche Feuchtigkeit, sie verhindert auch, dass die Haut die Feuchtigkeit sofort wieder an die Umgebung abgibt. Die Hautzellen bleiben prall gefüllt mit Feuchtigkeit. Dadurch wirken Fältchen weniger tief und die gesamte Haut elastischer. Diese glatte und ebenmäßige Hautoberfläche ist ganz entscheidend dafür, dass der Glass Skin Look gelingt. Die satte Feuchtigkeit verleiht der Haut einen auffallend frischen Glow, der von innen zu kommen scheint.

Extra-Schritt: Korean Sheet Masks – der nicht-ganz-so-geheime Geheimtipp für den Glass Skin Glow

Es ist nicht ganz einfach, den Glass Skin Look umzusetzen. Unmöglich ist es aber auf keinen Fall. Selbst bei sogenannten Hautproblemen wie Akne oder Neurodermities müsst ihr eure Glass Skin Pläne nicht an den Nagel hängen. Gebt euch und euere Haut einfach genug Zeit und achtet darauf, dass ihr die Pflegeprodukte, die ihr verwendet, auch wirklich vertragt.

Der Weg ist das Ziel, ist schon klar. Wer trotzdem etwas ungeduldig ist, kann den Prozess mit der ein oder anderen koreanischen Sheet Mask beschleunigen. Korean Sheet Masks sind die perfekten Mini-Facials für zu Hause. Legt eins bis zweimal pro Woche eine dieser koreanischen Gesichtsmasken auf, genießt die intensive Pflege, entspannt eine Viertelstunde und freut euch danach über ein herrlich weiches Hautgefühl und euren Glass Skin Glow.

Die Glass Skin Routine auf einen Blick

  • Beliebt seit: 2017/18
  • Trend aus: Südkorea
  • Skincare Goal: Strahlender, reflektierender Glow
  • Beliebt weil: Sieht aus wie Makeup, ist aber Skincare.
  • Aufwand: 5/5
  • Benötigte Produkte: 4-6 (Cleanser + Toner + Serum + Feuchtigkeitscreme und hin und wieder: Peeling + Sheet Masks) + tagsüber Sonnenschutz

PibooCare-Tipp: Facial Oils oder reichhaltige Seren geben tolle Highlighter ab. Direkt auf Wangenknochen, Nasenspitze und Amorbogen (zwischen Nase und Oberlippe) auftragen. Alternativ zuerst mit etwas Make-up oder Concealer mischen und dann auftragen.

Double Cleansing

Double Cleansing (auf deutsch: doppelte Reinigung) ist schnell erklärt: Jede Hautpflege-Routine beginnt mit der Gesichtsreinigung. Morgens, wenn wir aus unseren sauberen Betten kriechen, reicht eine schnelle Katzenwäsche mit Wasser. Abends darf es dann schon etwas gründlicher zugehen. Dann kommt der Cleanser zum Einsatz. Beim Double Cleansing wird dieser Schritt aufgesplittet.

Schritt 1: Oil Cleanser – das Cleansing vor dem Cleansing

Cleansing Oils, Oil Cleansers, Pre-Cleanse Oils oder Reinigungsöle sind alle bestens geeignet für die erste Runde des Double Cleansing. Wichtig ist -neben guter Verträglichkeit – vor allem, dass euer Cleanser ölbasiert ist.

Ölbasierte Cleanser können alles entfernen, was sich tagsüber auf unserem Gesicht angesammelt hat und nicht (oder nur schwer) wasserlöslich ist. Dazu gehören natürlich wasserfestes Make-up, Mascara und so weiter. Aber auch Sonnencreme-Reste oder Rückstände von Feuchtigkeitscremes lassen sich mit einem Oil-Cleanser leichter und besser entfernen. Das bedeutet, ihr erspart eurer Haut aggressives Schrubben und damit Mikroverletzungen, aus denen neue Hautprobleme resultieren können. Und ihr findet am nächsten Morgen keine Mascara-Reste im Augenwinkel.

Nicht zuletzt sind ölbasierte Cleanser verlässlicher, wenn es darum geht Haut und Poren von Talg zu befreien. Gerade Menschen mit öliger oder Mischhaut profitieren deshalb vom Double Cleansing. Double Cleansing hilft eine übermäßige Talgproduktion zu regulieren, reduziert Pickel und Mitesser und trägt damit zu einem klareren Hautbild bei.

Die Anwendung unterscheidet sich kaum von der wines wasserbasierten Cleansers: befeuchtet euer Gesicht, gebt ein paar Tropfen Cleansing Oil auf euere Handfläche und massiert es in die Haut ein. Für die Augenpartie könnt ihr auch Watteaus oder Q-Tips zur Hilfe nehmen. Keine Sorge, wenn es nicht schäumt! Das soll es bei Öl-Cleansern auch gar nicht. Wascht den Öl-Cleanser samt gelösten Make-up und Schmutz mit lauwarmem Wasser ab und geht direkt zum zweiten Double Cleansing Schritt über.

Schritt 2: Wasserbasierter Cleanser, denn doppelt hält besser.

Jetzt sind die wasserbasierten Cleanser dran: Foam Cleanser, Cleansing Foam, Reinigungsschaum, Reinigungsmilch, Reinigungslotion und wie sie alle heißen. Das Prinzip ist dasselbe: “Gleiches löst sich in Gleichem” oder so ähnlich hieß es im Chemieunterricht mal.

Wasserbasierte Cleanser nehmen sich all das vor, was dem Cleansing Oil entgangen ist: Schweiß, abgestorbene Hautzellen, Bakterien und Mikro-Schmutzpartikel. Dass wir Schweiß, Schmutzpartikel und (schädliche) Bakterien loswerden wollen ist klar. Der Vorteil davon, abgestobene Hautzellen regelmäßig durchs Cleansing zu entfernen ist, dass die Haut frischer, strahlender, wacher wirkt. Auch mögliche Rückstände des Oil Cleansers werden im zweiten Cleansing Schritt weggespült.

Im Anschluss an den Oil Cleansing Schritt, etwas wasserbasierten Cleanser in die Handfläche geben und eventuell in den Händen aufschäumen. Auf dem noch feuchten Gesicht verteilen und sanft einmassieren. Wieder mit lauwarmem Wasser abspülen.

Nach dem Double Cleansing ist die Haut befreit von jeglichem Schmutz, ob öl- oder wasserlöslich; optimale Startbedingung für jede Pflegeroutine.

Wie geht es nach dem Double Cleansing weiter?

Wie es nach dem Double Cleansing weitergeht, liegt ganz an euch und daran, welcher Pflege-Routine ihr folgt. Double Cleansing ist mit allen Hautpflege-Routinen kompatibel und in vielen K-Beauty Routinen sogar fest vorgesehen. Spoiler-Alert: in allen Korean Skincare Routinen folgt auf das Cleansing ein Toner (oder zumindest ein Toner-Kombinationsprodukt à la Cream Skin).

Die Double Cleansing Methode auf einen Blick

  • Trend aus: Südkorea
  • Skincare Goal: super-gründliche, schonende Reinigung
  • Beliebt weil: es funktioniert und weil man sich beim Makeup Entfernen das lästige “Schrubben” spart
  • Aufwand: 2/5
  • Benötigte Produkte: 1-2 (einen 2-in-1 Cleanser oder ein Cleansing Oil + einen wasserbasierten Cleanser)

PibooCare-Tipp: Haltet Ausschau nach einem 2-in-1 Cleanser, also einem Cleanser der beides kann. Solche Cleanser laufen manchmal unter der Bezeichnung Oil-to-Foam oder Oil-to-Water Cleanser. Manchmal wird bei Foam Cleansern aber auch nur in der Beschreibung darauf hingewiesen, dass sie auch Make-up entfernen können.

Skincare Diet oder Skip Care

Nein, wir wollen euch auf keinen Fall zu Kalorien Zählen (oder Nervigerem) überreden. Die Skincare Diet Bewegung hat rein gar nichts mit gesunder Ernährung und ihrer Bedeutung für gesunde Haut zu tun. Wie die alternative Bezeichnung Skip Care (auf deutsch etwa: Auslass-Pflege) erahnen lässt, werden bei der Skincare Diet nicht die Kalorien, sondern die Pflegeschritte und Pflegeprodukte reduziert.

Skip Care: Ist das noch Skincare, oder kann das weg?

Skip Care steht wie kein anderer K-Beauty Trend für das Mantra “Klasse statt Masse”. Wer jetzt an Cream Skin denken muss, liegt ganz richtig. Cream Skin ist eine mögliche Skincare Diet. Mit ihren gerade mal zwei Pflegeschritten verkörpert sie den Skip Care Spirit perfekt. Für eine Skincare Diet muss man aber nicht automatisch auf die Cream Skin Routine umstellen.

Skip Care ist so etwas wie der Gegenentwurf zu extrem aufwendigen Routinen, wie der 10 Step Korean Skincare Routine. Skip Care fragt: braucht meine Haut diese Essenz wirklich? Tut es ihr überhaupt gut, wenn ich jede Woche ein Peeling durchführe? Könnte ich nicht auch mit weniger Mitteln ein ähnliches Ergebnis erzielen?

Je mehr Produkte zu unserer Hautpflege-Routine gehören, desto schwerer lässt sich sagen, welche unserer Haut wirklich gut tun. Während einer Skincare Diet gönnen wir unserer Haut ein Art Neustart: weniger Beauty-Produkte und dafür mehr Aufmerksamkeit. Wie reagiert meine Haut? Spannt sie? Verändert sich die Talgproduktion? Was passiert, wenn ich noch ein Produkt weglasse, oder durch ein anderes ersetze?

Worauf eure Haut auch bei einer Skincare Diet nicht verzichten kann

Bei welcher Skip Care Routine ihr zum Schluss landet und wie vereinfacht sie ist, hängt von vielen, individuellen Faktoren ab: eurem Hauttyp, dem Klima, in dem ihr lebt, der Jahreszeit, eurem Alter. Manche Produkte werdet ihr endgültig, oder zumindest für längere Zeit aus eurer individuelle Routine streichen, andere führt ihr vielleicht wieder ein.

Ein paar Pflege-Steps gehören für die meisten von uns aber auch bei einer super-minimalistischen Skip Care Routine unbedingt dazu. Wenn ihr nicht gerade wie Heidi jeden Tag ungeschminkt durch die frische Bergluft turnt, macht es absolut Sinn, abends einen Cleanser zu verwenden. Weg mit Mikrostaub und – falls ihr welches verwendet – Make-up!

Die allermeisten werden auch nicht ganz ohne Feuchtigkeitscreme auskommen. Feuchtigkeitscremes verhindern, dass die Haut austrocknet und damit an Elastizität verliert. Außerdem stärken sie den hauteigenen Schutzmantel. Aber vielleicht stellt ihr ja fest, dass euch ein feuchtigkeitsspendendes Gesichtsöl lieber ist als eine Creme…

Und auch auf Sonnenschutz können wir nicht komplett verzichten – schon gar nicht die Heidis unter uns (höhere UV-Belastung in den Bergen und so).

Skincare Diet / Skip Care auf einen Blick

  • Beliebt seit: 2019/20
  • Trend aus: Südkorea
  • Skincare Goal: Neustart für die Haut. Welche Pflegeprodukte brauche ich wirklich?
  • Beliebt weil: die wahrscheinlich einfachste Diät
  • Aufwand: 1 – 2 /5
  • Benötigte Produkte: 2 oder nach Belieben mehr (Cleanser + Feuchtigkeitscreme + ?) + tagsüber Sonnenschutz

PibooCare-Tipp: Der beste Zeitpunkt, um eureHautpflege-Routine auf den Prüfstand zu stellen und auszusortieren? Wegen kalter Temperaturen und trockener Zimmerluft braucht unsere Haut im Winter mehr Feuchtigkeit und Pflege. Die beste Zeit für Skip Care und Skincare Diet ist deshalb im Sommer.

Die 10 Step Korean Skincare Routine

Kommen wir zu der koreanische Hautpflege-Routine, die einem – schon des Namens wegen – ordentlich Respekt einflößen kann. Wer hat Zeit für 10 Pflege-Steps zweimal jeden Tag?

Die gute Nachricht: der Name “10 Step Skincare Routine” ist irreführend – und das in doppelter Hinsicht: Zum einen muss nicht jeder Pflege-Schritt täglich praktiziert werden, manche Steps werden nur im Wochentakt wiederholt. Zum anderen kommt die 10 Step Korean Skincare Routine streng genommen gar nicht aus Südkorea und ist dort auch kein Trend so wie Glass Skin oder Cream Skin. In Amerika wurde die 10 Step Routine eingeführt um damit koreanische Kosmetik zu bewerben und zu vermarkten. Praktischerweise, ist so ziemlich jedes Korean Skincare Produktkategorie, die es gibt, in dieser aufwendigen Routine untergekommen.

Schritt 1: Cleansing Oil als Make-up Remover

Die 10 Step Korean Skincare Routine beginnt morgens und abends mit zwei Cleansing Schritten. Als erstes entfernt ein Cleansing Oil alles, was nicht wasserlöslich, sondern fettlöslich ist, zum Beispiel Make- up oder Talg. Mit lauwarmem Wasser abspülen.

Schritt 2: Reinigungsschaum

Das Double Cleansing ist fester Bestandteil der 10 Step Routine: deshalb kommt direkt nach dem ölbasierten Cleanser ein wasserbasierter Cleanser zum Einsatz, zum Beispiel ein Reinigungsschaum. Wieder mit lauwarmem Wasser abspülen und die Haut mit einem weichen Handtuch trockentupfen.

Schritt 3: Peeling

Regelmäßige Peelings sollen die Hautoberfläche glätten, abgestorbene Hautzellen entfernen und die Poren gründlich säubern. Peelings werden allerdings nicht jeden Tag (und schon gar nicht zweimal am Tag) angewendet. Das würde die Haut zu sehr strapazieren. Eins bis zweimal die Woche genügt bei Weitem.

Schritt 4: Toner

Toner gehören zu jeder koreanischen Hautpflege-Routine und dürfen auch bei der 10 Step Korean Skincare Routine nicht fehlen. Indem sie der Haut die Feuchtigkeit zurückgeben, die sie beim Cleansing eingebüßt hat, machen sie sie aufnahmefähiger – die optimale Vorbereitung auf die kommenden sechs Pflegeschritte. Morgens und Abends mit den Fingerspitzen tätschelnd auf Gesicht und Halspartie verteilen.

Schritt 5: Essence

Als nächstes empfiehlt die 10 Step Korean Skincare Routine eine Essence mit Anti-Aging Wirkung, um den Teint zu verfeinern. Essenzen werden oft in Fläschchen mit Pipette verkauft. Morgens und abends ein paar Tropfen direkt aufs Gesicht träufeln und mit den Fingern sanft einklopfen. Halbzeit, fünf der zehn Schritte haben wir geschafft!

Schritt 6: Serum

Jetzt ist die Intensivpflege dran! Diese Hautpflege-Schwergewichte heißen mal Serum, Booster oder Ampoule und behandeln spezifische Hautprobleme wie Akne oder Hyperpigmentierung. Auch bei Seren wird oft eine Pipette mitgeliefert. Nach Belieben gezielt auf “Problemstellen” oder flächig auf das ganze Gesicht auftragen.

Schritt 7: Sheet Mask

Koreanische Tuchmasken sind in eine mal gelartige, mal milchige Pflege-Essenz getränkt. Sie werden für 10 bis 20 Minuten auf das Gesicht gelegt, wodurch die Haut die Pflege-Essenz optimal aufnehmen kann. Abnehmen und die Essenz-Reste vollständig einziehen lassen (nicht abwaschen!). Verwendet für die 10 Step Korean Skincare Routine zwei bis drei Sheet Masks pro Woche (mehr geht immer).

Schritt 8: Augencreme

Die Haut um unsere Augen ist besonders dünn und zart. Deshalb widmet die 10 Step Skincare Routine dieser ein Schritt dieser sensiblen Region einen eigenen Pflege-Schritt: eine reichhaltige Augencreme kann bei Schwellungen, dunkle Augenringe und feinen Fältchen Abhilfe schaffen. Morgens und abends vorsichtig tupfend mit dem kleinen Finger auftragen.

Schritt 9: Feuchtigkeitscreme

Wir biegen auf die Zielgerade ein! Tragt als neunten Schritt morgens und abends eine Feuchtigkeitscreme oder eine Feuchtigkeitslotion auf. Sie hilft der Haut all die Feuchtigkeit zu speichern, die ihr ihr bis jetzt zugeführt habt.

Schritt 10: Sonnencreme

Fast geschafft: nur noch Sonnencreme als letzten Schritt eurer Morgenroutine auftragen. In Korea ist das Bewusstsein dafür, dass UV-Strahlung bleibende Hautschäden und frühzeitige Hautalterung verursacht, viel stärker ausgeprägt als in Europa. Für Koreaner_innen ist Sonnenschutz nicht nur im Sommerurlaub Bestandteil ihrer täglichen Hautpflege

Die 10 Step Korean Skincare Routine auf einen Blick

  • Beliebt seit: 2018
  • Trend aus: USA
  • Skincare Goal: Das gesamte K-Beauty Pflegepotential ausschöpfen – jeden Tag
  • Beliebt weil: Als K-Beauty in den USA und in Europa zum Trend wurde.
  • Aufwand: 6 / 5
  • Benötigte Produkte: 10 (Ölbasierter Cleanser Wasseerbasierter Cleanser + Toner + Essence + Serum+ Sheet Mask + Eye Cream + Feuchtigkeitscreme + Sonnenschutz)

PibooCare-Tipp: Weniger ist manchmal mehr. Damit Hautpflege-Routinen die gewünschte Wirkung erzielen, müsst ihr sie über einen längeren Zeitraum praktizieren. Bei weniger aufwendigen Routinen ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass ihr am Ball bleibt. Durchhalten ist tausendmal wichtiger als möglichst viele Beauty-Produkt in die Routine zu packen

7 Skin

Das “Skin” in der 7 Skin Methode steht nicht für “Haut”, sondern (wie auch bei Cream Skin) für den koreanischen Slang-Ausdruck “스킨” (sprich: skin), was schlicht und einfach “Toner” bedeutet. Jetzt sollte es nicht mehr so schwer sein zu erraten, was sich hinter der 7 Skin Technik verbirgt…

Schritte 1 bis 7: Toner, Toner, Toner, Toner, Toner, Toner, Toner

Bei der 7 Skin Methode tragt ihr nicht nur eine, auch nicht zwei, sondern ganze sieben Schichten Toner nacheinander auf. Wartet nach jedem Auftragen ca. 30 bis 60 Sekunden, damit eure Haut den Toner gut aufnehmen kann, bevor ihr die nächste Schicht auftragt.

Tragt die sieben Schichten Toner unbedingt mit den Fingern auf. Wenn ihr Watte-Pads verwendet, saugen die sehr viel Toner-Flüssigkeit auf, die sie nicht mehr an die Haut abgebe. Leichtes Tätscheln hilft dem Toner dabei, schneller in die Haut einzuziehen.

Vorbereitung auf die 7 Skin Methode

Die 7 Skin Methode alleine ist noch keine komplette Pflege-Routine. Die Gesichtsreinigung kann die 7 Skin Technik nicht ersetzten. Benutz also zunächst einen milden Cleanser. Die erste Schicht Toner könnt ihr dann nach Belieben auf die noch feuchte Haut auftragen.

Nach der 7 Skin Methode

Mit der 7 Skin Technik führt ihr eurer Haut sehr viel Feuchtigkeit zu. Eventuell stillt das den Pflegebedarf eurer Haut. Wenn sich eurer Haut gut anfühlt und ihr keine spezifischen Hautprobleme behandeln wollt, könnt ihr eure Pflege-Routine nach den 7 Schichten Toner getrost beenden. Andernfalls könnt ihr eure Haut im Anschluss noch mit Serum und/oder Feuchtigkeitscreme pflegen.

Welche Toner sind geeignet?

Wie bereits gesagt, dient die 7 Skin Technik nicht der Gesichtsreinigung, sondern der Hautpflege. Dementsprechend sind alkoholhaltige Facial Tonics und Mizellenwasser, die fürs Abschminken und Reinigen gedacht sind, nicht geeignet.

K-Beauty Toner hingegen wurden entwickelt, um der Haut nach dem Cleansing neue Feuchtigkeit zu spenden. Und genau diesen Zweck verfolgen wir mit der 7 Skin Methode ja auch. Entscheidet euch für einen koreanischen Toner, der in erster Linie hydrierend wirkt (zum Beispiel ein Toner mit viel Hyaluronsäure).

Toner für ölige Haut sollen die Talgproduktion der Haut reduzieren und spenden deshalb weniger Feuchtigkeit. Wenn ihr einen solchen Toner verwendet, bringt die 7 Skin Methode zwar nicht den gleichen, intensiven Feuchtigkeitseffekt, aber sie kann euch helfen, Hautunreinheiten zu reduzieren und überschüssigen Talg zu entfernen. (Übrigens: auch ölige Haut braucht Feuchtigkeit. Für die 7 Skin Methode könne auch ölige Hauttypen ruhig einen hydrierenden Toner verwenden.)

Wann soll man die 7 Skin Methode anwenden?

Mit der 7 Skin Technik könnt ihr eurer Haut schnell besonders viel Feuchtigkeit zuführen. Dementsprechend eignet sich die 7 Skin Methode besonders für Tage, an denen sich eure Haut ausgetrocknet anfühlt. Nach einem langen Tag in der Sonne, oder sogar bei einem Sonnenbrand, hilft 7 Skin der Haut dabei, sich schneller zu erholen.

Die 7 Skin Methode lässt sich auch gut mit Korean Skincare Routinen und Trends kombinieren, die besonderen Wert auf Feuchtigkeit legen, wie Glass Skin oder Water Glow. Die 7 Skin Technik müsst ihr nicht jeden Tag anwenden; macht das nach Lust und Laune! Wenn ihr abends mal etwas mehr Zeit habt, könnt ihr den Toner-Pflegeschritt in diesen Routinen durch 7 Skin ersetzten.

Die 7 Skin Methode auf einen Blick

  • Beliebt seit: 2017
  • Trend aus: Südkorea
  • Skincare Goal: Feuchtigkeit wie nach einem Facial
  • Beliebt weil: schnelle, zuverlässige Abhilfe bei Trockenheit und ein wahnsinnig gutes Hautgefühl
  • Aufwand: 4/5
  • Benötigte Produkte: 1 (Toner)

PibooCare-Tipp: Wer bei 7 schichten Toner zurückschreckt, kann es mal mit der kleinen Schwester von 7 Skin, der 3 Skin Methode versuchen. Funktioniert genauso wie hier beschrieben, nur dass nach drei Runden Toner Schluss ist.

Water Glow

Was haben Glass Skin, Cream Skin und alle anderen K-Beauty Trends gemeinsam? Hydration! Für den Water Glow Trend schrauben wir die Flüssigkeitszufuhr nochmal eine Stufe höher. Ein fast nass anmutender Schimmer auf der Haut lässt den Water Glow Look besonders frisch, aktiv und jugendlich wirken. So ungefähr Surfer Girl oder Boy, gerade den Wellen entstiegen.

Was bewirkt Flüssigkeit in der Haut?

Klar, mehr Hydration durch feuchtigkeitsspendende Hautpflege bedeutet, dass etwaige trockene, schuppige oder juckende Stellen verschwinden. Aber extra Flüssigkeit kann das Erscheinungsbild eurer Haut auch noch in anderer Hinsicht verbessern: Die Hautzellen sind prall gefüllt mit Feuchtigkeit. Das lässt Fältchen weniger ausgeprägt und weniger tief erscheinen. Außerdem kurbelt eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr den Stoffwechsel der Zellen an. Wenn ihr eure mit Haut mehr Feuchtigkeit versorgt, kann sie aufhören fehlende Feuchtigkeit durch eine erhöhte Talgproduktion ausgleichen. Das bedeutet weniger ölige Haut und damit weniger Probleme mit Akne, Pickeln und Mitessern.

Wann ist die Water Glow Routine am effektivsten?

Die besten Ergebnisse (im Sinne von den bombastischsten Water Glow) erreicht ihr, wenn ihr die Water Glow Routine während des Sommer ausprobiert. Im Sommer ist unsere Haut weniger anfällig für Trockenheit und kann Feuchtigkeit länger speichern. Im Winter hingegen machen ihr Kälte, Wind und trockene Heizungsluft zu schaffen. Deshalb wird es euch im Sommer deutlich leichter fallen, den Feuchtigkeitsgehalt in euren Hautzellen so zu erhöhen, wie es für den Water Glow Look notwenig ist. Ein zweiter Grund, den Water Glow Trend im Sommer zu testen: Nach einem langen Tag in der Sonne, hilft die Water Glow Routine eurer Haut sich abzukühlen und zu regenerieren.

Wenn es euch nicht in erster Linie um die sichtbaren Ergebnisse, sondern darum, eurer Haut und ihren Bedürfnissen gerecht zu werden, ist die Water Glow Routine auch im Winter eine gute Wahl. Gerade, weil es eurer Haut dann schwerer fällt, Feuchtigkeit zu speichern. Sie kann jede Unterstützung brauchen, die sie kriegen kann – besonders wenn ihr ein trockener Hauttyp seid.

Bekomme ich den Water Glow schneller, wenn ich mehr Wasser trinke?

Genug zu trinken ist wichtig. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Erwachsenen, täglich 1,5 Liter Flüssigkeit (hauptsächlich Wasser) zu sich zunehmen. Starker Flüssigkeitsmangel kann sich durchaus in der Haut bemerkbar machen. Mehr trinken kann die Hydratisierung der Haut erhöhen. Aber der erhöhte Feuchtigkeitsgehalt der Haut hat keine Effekte, die wir es mit bloßem Auge erkennen könnten: Die Hautoberfläche bleibt unverändert (die Tiefe von Fältchen, zum Beispiel. wird nicht dadurch beeinflusst, wie viel wir trinken). Wenn ihr euch ungefähr and die empfohlenen 1,5 Liter am Tag haltet, dann verbessern Hautpflege-Produkte euer Hautbild deutlich effektiver als ein oder zwei extra Liter Wasser. Pflegecremes & Co. können den Schutzmantel der Haut stärken und sie so vor dem Austrocknen schützen.

Schritt 1: Cleansing – the same procedure as every time.

Keine Überraschung hier. Auch bei der Water Glow Routine können wir nicht auf ein gründliches Cleansing verzichten. Wir wollen soviel Feuchtigkeit wie möglich in unsere Haut packen. Deshalb ist es wichtig, dass ihr einen milden Cleanser verwendet, damit die Haut beim Cleansing möglichst wenig Feuchtigkeit verliert.

Schritt 2: Herzstück der Water Glow Routine, der Toner

Bei einem Korean Beauty Trend, der die Flüssigkeitszufuhr schon im Namen trägt, sollte das, was jetzt kommt, niemanden überraschen: ohne Toner kein Water Glow.

Wer auf extra viel Feuchtigkeit aus ist, kann diesen zweiten Schritt der Water Glow Routine ab und an ausdehnen: statt einer Schicht Toner dann einfach mehrere Schichten direkt nacheinander auftragen. Ob ihr es bei einer Schicht belasst, eurer Haut drei Schichten Toner gönnt, oder ob ihr in die Vollen geht und die 7-Skin Methode mit der Water Glow Routine kombiniert, macht ihr ganz von der Tagesform eurer Haut abhängig.

Um die Flüssigkeitspeicher der Haut aufzufüllen, sind Koreanische Toner mit einem hohen Anteil an Hyaluronsäure das Mittel der Wahl. Denn ein Gramm Hyaluronsäure kann bis zu sechs Litern Wasser binden! Das beste Ergebnis erzielt ihr mit Tonern, die Hyalruonsäure-Verbindungen unterschiedlicher molekularer Größe enthalten. Das lässt die Hyaluronsäure besser in die unterschiedlichen Hautschichten einziehen und sorgt für einen deutlich intensiveren Feuchtigkeits-Boost.

Eine andere effektive Möglichkeit, die Haut dazu zu bewegen, Flüssigkeit länger und besser zu speichern, ist es ihren Schutzmantel zu stärken. Wenn dieser intakt ist, verliert die Haut weniger Feuchtigkeit an die Umgebung. Mit dem sogenannten MLE-Verfahren werden Bestandteile, die in unserer Haut vorkommen, z.B. Fettsäuren, so zusammengesetzt, dass sie die Struktur einer gesunden, funktionsfähigen Schutzschicht der Haut nachahmen. Toner, die die MLE-Rezeptur enthalten, helfen dabei den Schutzmantel zu reparieren und zu stärken und schützen dadurch auch vor übermäßigem Feuchtigkeitsverlust.

Schritt 3: Ready, steady, Glow – mit einem hochkonzentrierten Serum

Weil unsere Haut wirklich viel Feuchtigkeit benötigt, um einen Water Glow zu entwickeln, sieht die Water Wow Routine vor der Creme noch ein Serum (oder eine Essence) vor. Für den Water Glow Look eignen sich Seren, die feuchtigkeitsspendende Wirkstoffe in hoher Konzentration enthalten. Gute Kandiaten wären zum Beispiel wieder Hyaluronsäure oder auch Ceramide oder Aloe Vera (Wenn die Konzentration nicht explizit angegeben wird, achtet darauf, dass der jeweilige Wirkstoff relativ am Anfang der INCI-Liste steht).

Die meisten Seren wirken nicht “nur” feuchtigkeitsspendend sondern können oft auch noch mehr, z.B. irritierte Haut beruhigen und Entzündungen hemmen oder Fältchen vorbeugen und mildern. Wählt da gerne nach euren persönlichen Skincare Goals aus.

Schritt 4: Feuchtigkeitscreme für mehr Water & mehr Glow

Eine guter Moisturizer, also eine gute Feuchtigkeitscreme darf in der Water Glow Routine nicht fehlen. Sie spendet der Haut nochmal eine Portion Feuchtigkeit und schließt die ganze Flüssigkeit, die wir ihr mit Toner und Serum schon zugeführt haben, gewissermaßen ein. Alternativ könnt ihr auch ein feuchtigkeitsspendendes Facial Oil verwenden.

Im Winter solltet ihr tendenziell eine reichhaltigere (sprich eine fettigere) Creme verwenden. Das gilt gleich doppelt wenn ihr trockene bis sehr trockene Haut habt. Im Sommer genügen leichte Pflegecremes oder feuchtigkeitsspendende Gels.

Extraschritt: Sheet-Mask für noch mehr Water & noch mehr Glow

Morgen ist ein besonderer Tag und euer Water Glow Look sollte sitzen? Dann verwendet heute vor dem Einschlafen zusätzlich zur üblichen Routine noch eine Korean Sheet Mask. Morgen ist eure Haut schön weich und elastisch und euer Water Glow ist perfektioniert.

Die Water Glow Routine auf einen Blick

  • Beliebt seit: 2019
  • Trend aus: Südkorea
  • Skincare Goal: Maximale Hydration für gesunde, elastische Haut und einen extrem frischen Water Glow
  • Beliebt weil: Water Glow strahlt pure Lebenslust aus & die Bedeutung von Feuchtigkeit für unsere Haut kann kaum überschätzt werden.
  • Aufwand: 3/5
  • Benötigte Produkte: 4 – 5 (Cleanser + Toner + Serum + Feuchtigkeitscreme und nach Belieben: Sheet Mask)

PibooCare-Tipp: Water Glow geht auch on the go. Mit einem Face Mist, also einem Spray-Toner, könnt ihr eure Haut auch unterwegs oder auf der Arbeit ganz einfach mit ein bisschen Feuchtigkeit versorgen – ohne dass ihr dafür mit den Händen ins Gesicht müsst. Face Mists funktionieren auch über Make-up. Falls die Foundation mal bröselt oder bröckelt, könnt ihr das mit einem Face Mist ganz schnell korrigieren. Und zu guter Letzt helfen Face Mists auch gegen das Mittagsloch: ein erfrischender Spritz macht müde Geister wieder munter.

Cloudless Skin

Der Cloudless Skin Trend (auf koreanisch: 구름없는 피부, sprich: guleum-eobneun pibu) in drei Worten: Gesundheit, Ausgeglichenheit und Machbarkeit. Hautpflege wird hier als Teil eines ausgewogenen, gesunden Lebensstils betrachtet. Und umgekehrt: ein gesunder Lebensstil ist immer auch indirekte Hautpflege.

(Korean) Skincare als Lifestyle

Cloudless Skin (auf deutsch: wolkenlose Haut) ist kein Trend, der auf einen ganz bestimmten Look zielt. Ein wolkenloser Himmel kann strahlend blau leuchten, im Abendrot glühen oder sternenklar funkeln. Der Cloudless Skin Look ist ähnlich vage umrissen: gesunde, gepflegte, ebenmäßige Haut, ein Hauch von Glow, dazu dezent gehaltenes Make-up (oder ihr entscheidet euch für “au naturel”).

Das macht Cloudless Skin zu einem besonders realistischen und alltagstauglichen Skincare Goal. Wie bekommt man Glass Skin? Die Antwort: Pflege, Vorsorge und Ausdauer. Findet eine Pflegeroutine, die – erstens- den Bedürfnissen eures Hauttyps gerecht wird, die – zweitens – eure Haut vor UV-Strahlung und verschmutzter Luft schützt und die sich – drittens – mühelos in euren Alltag integrieren lässt. So fällt es euch leichter am Ball zu bleiben und ihr bekommt nicht nur Cloudless Skin, sondern ihr behaltet sie auch.

Dein Lifestyle kann versteckte Skincare sein

Poetisch-philosophisch ist an Cloudless Skin nicht nur der Name. Der Cloudless Skin Trend stellt die Frage nach dem guten Leben durch die K-Beauty Linse: Dinge, die eurer Haut schaden, schaden nämlich auch fast immer dem Rest eures Körpers und manchmal auch eurer Psyche.

UV-Strahlungen beschleunigen nicht nur die Hautalterung, sondern können auch schwere gesundheitliche Schäden auslösen. Mikropartikel aus verschmutzter Luft können nicht nur die Poren verstopfen und entzünden, sie schwächen auch den Schutzmantel der Haut, wodurch sie Bakterien und weitere Luftverschmutzung immer schlechter abwehren kann. Das kann zu Irritationen, Rötungen und überempfindlicher Haut führen. Auf Prävention in Form von Sonnenschutz und gründlichem Cleansing solltet ihr beim Cloudless Skin Trend auf keinen Fall verzichten.

Neben der eigentlichen Hautpflege, könnt ihr eure Haut auch pflegen, indem ihr einen gesunden Lifestyle entwickelt. Das ist nichts Neues, ich weiß, aber bei einer ganzheitlichen Skincare-Philosophie wie Cloudless Skin rückt es automatisch in den Fokus: ausreichend Schlaf, emotionale Ausgeglichenheit, Sport, frische Luft und eine ausgewogene Ernährung wirken sich positiv auf die allgemeine körperliche und seelische Gesundheit und Fitness aus. Und sie haben einen wirklich netten Nebeneffekt: Cloudless Skin.

Schritt 1: Cleansing, um die Wolken zu vertreiben

Viele Wege führen zu Cloudless Skin. Cloudless Skin Routinen sind wandelbar und vielfältig. Drei Skincare-Basics sollten in eurer Cloudless Skin Routine aber auf keinen Fall fehlen.

Nummer eins: ohne einen pH-neutralen Cleanser geht es nicht. Achtet darauf, dass eure Reinigung auch nicht-wasserlöslichen Schmutz entfernt, ohne dass ihr heftig schrubben müsst. 2-in-1-Cleanser, zum Beispiel, haben sowohl wasserlösliche als auch fettlösliche Eigenschaften und reinigen deshalb besonders gründlich und schonend zugleich. Alternativ könnt ihr den ersten Schritt auch aufteilen und mit der Double Cleansing Methode in eure Cloudless Skincare Routine starten.

Schritt 2: Toner für einen taufrischen Glow

Gesunde und ebenmäßige Haut braucht nicht viel, um einen natürlichen und frischen Glow zu entwickeln: jeden Tage eine kleine Extra-Portion Feuchtigkeit kann da schon viel bewirken. Ganz einfach geht das mit einem Toner. Für den gewünschten Feuchtigkeits-Boost am besten einen Korean Beauty Toner oder einen anderen Toner mit feuchtigkeitsspendender Wirkung verwenden (kein Mizellenwasser oder alkoholhaltiges Gesichtswasser!).

Schritt 3: Mit Feuchtigkeitscreme Wind und Wetter trotzen

Last but not least, darf auch beim Cloudless Skin Look die Feuchtigkeitscreme nicht fehlen. Sie stärkt den Schutzmantel der Haut und schützt sie so nicht nur vor Wind und Wetter, sondern auch vor verschmutzter Luft und schädlichen Mikroorganismen. Außerdem verhindert eine gute Feuchtigkeitscreme, dass die Haut zu viel Feuchtigkeit an die Luft abgibt und so ihren frischen Glow wieder verliert. In diesem Sinne ist dieser Hautpflege-Klassiker ein echter Glow-Garant.

Extra-Schritte: Peeling, Serum & Sheet Mask

Wenn ihr unter keinen speziellen “Hautproblemchen” wie Trockenheit, Akne usw. leidet, dann kommt ihr mit den Basics (Cleanser, Toner, Creme) und etwas Geduld ans Ziel. Soll es etwas schneller gehen, oder habt ihr doch die ein oder andere “Baustelle”, dann könnt ihr mit Peelings, Seren oder Sheet Masks nachhelfen.

Peelings entfernen abgestorbene Zellen und lassen den Teint dadurch sofort frischer und gleichmäßiger aussehen. Weil Seren pflegende Wirkstoffe in besonders hoher Konzentration enthalten, helfen sie der Haut sich schneller zu regenerieren. Korean Sheet Masks sind das Glow-Programm schlechthin für eure Haut und eine wohltuende Auszeit für eure Seele.

Diese Extras müsst ihr nicht in eure tägliche Routine einbauen. Es reicht, wenn ihr sie nach Bedarf hin und wieder verwendet. Ob in der Basic-Variante oder mit dem ein oder anderen Extra-Schritt – mit der Cloudless Skin Routine stehen euch bald nur noch wolkenlose Tage bevor.

Die Cloudless Skin Routine auf einen Blick

  • Beliebt seit: 2015
  • Trend aus: Südkorea
  • Skincare Goal: ausreichend Feuchtigkeit
  • Beliebt weil: die Cloudless Skin Philosophie Hautpflege ganzheitlich denkt. Die effektive und alltagstaugliche Skincare Routine ist die perfekte Ergänzung eines gesunden und bewussten Lebensstils.
  • Aufwand: 2/5
  • Benötigte Produkte: 3-6 (Cleanser + Toner + Feuchtigkeitscreme und ergänzend (nicht zwingend): Peeling + Serum + Sheet Mask) + tagsüber Sonnenschutz

PibooCare-Tipp: Peelings können aggressiv sein. Besonders bei sensibler oder trockene Haut sind sanfte Tonmasken (Clay Masks) oder Toner mit einem milden Peeling-Effekt sanfte Alternativen.

Honey Skin

Die Honey Skin Routine gibt es nicht. Und den Honey Skin Trend oder den Honey Skin Look gibt es auch nicht. Was dann soll Honey Skin sein?

Oh, Honey… Honey Skin – ein Missverständnis

“Irgendwas + Skin” – nach dieser Formel sind viele K-Beauty Trends benannt. Da gab es Glass Skin, Cloudless Skin und zuletzt Cream Skin. Honey Skin würde sich da ganz gut einreihen, oder? Das dachten sich auch einige amerikanischen Beauty-Blogger_innen und schrieben über den vermeintlich neuen Skincare Trend aus Südkorea, der die Haut so schimmern lassen soll wie Honig. Ganz naheliegend auch: Honey Skin setze vermehrt auf Pflegeprodukte, die Honig oder Propolis enthalten.

Obwohl Honig mit seinem schönen, warmen Glanz wirklich einen würdigen Namensgeber für einen K-Beauty Trend abgegeben hätte und obwohl Honig und Propolis tatsächlich antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung auf der Haut entfallen können, stimmt beides nicht so ganz.

Honey Skin – ein Kompliment

Über Honey Skin (auf koreanisch: 꿀피부, sprich:”ggul-pibu”) reden Koreaner_innen trotzdem. Der Zusatz “Honey” funktioniert in der koreanischen Jugendsprache wie eine Steigerungsform: Wer “Honey Fun” (auf koreanisch: 꿀잼, sprich “ggul-jaem”) hat, hat nicht einfach nur Spaß, sondern einen Heidespaß. Ein “Honey Tip” (koreanisch: 꿀팁, sprich: ggul-tip) ist nicht irgendein Tipp, es ist ein ganz besonders nützlicher.

Diesem Muster folgend, ist “Wow, Du hast Honey Skin” ein Kompliment an jemandem mit auffallend schöner, gepflegter Haut, einem frischen und strahlenden Teint. Honey Skin beschreibt keinen bestimmten Look, keine einzelne Routine. Honey Skin meint schlicht und einfach das ultimative Skincare Goal: tolle Haut.

Mit welcher Routine man Honey Skin im einzelnen erreicht, ob man sich Honey Skin mit der vollen Ladung Glow, oder dann doch eher mit einem samtig-matten Finish wünscht, sind Detail-Fragen. In diesem Sinne sind Cream Skin, Glass Skin, Cloudless Skin und Water Glow alles Unterformen von Honey Skin. Sie setzen unterschiedliche Akzente und wollen auf unterschiedlichen Wegen zu gesünderer, strahlenderer Haut – Honey Skin, eben – gelangen.

Honey Skin auf einen Blick

  • Beliebt seit: einer ganzen Weile.
  • Trend aus: Südkorea (naja, nicht wirklich ein Trend)
  • Skincare Goal: Honey Skin selbst ist das Skincare Goal
  • Beliebt weil: wer freut sich nicht über ein Kompliment?
  • Aufwand: je nach dem…
  • Benötigte Produkte: das kommt darauf an…

PibooCare-Tipp: Vieles, was man für tolle Haut tun kann, erfordert Disziplin: gesunde Ernährung, Sport, gründliche Hautpflege. Darüber sollte man die kleinen und einfachen Veränderungen nicht unterschätzen. Unser Honey Tip für Honey Skin: benutzt ein extra Handtuch für euer Gesicht – und wechselt es Handtuch mindestens einmal die Woche.

Fazit

K-Beauty Trends und die dazu passenden Korean Skincare Routinen setzen ganz unterschiedliche Akzente: Die Cream Skin Routine kommt mit ganz wenigen Produkten und minimalem Aufwand aus und zielt auf einen natürlichen unkomplizierten Look. Glass Skin und Water Glow hingegen schöpfen alles aus, was K-Beauty uns zu bieten hat und, was Glow angeht, gilt ganz klar: je mehr, desto besser! Bei der 7 Skin Methode oder beim Double Cleansing sind die einzelnen Schritte ganz eindeutig bestimmt, der Honey Skin Trend hingegen ist besonders flexibel und schon fast mehr Korean Beauty Philosophie als Korean Skincare Routine. Bei aller Unterschiedlichkeit gibt es aber auch einige Gemeinsamkeiten:

Korean Beauty belohnt den langen Atem

Koreanische Hautpflege wird immer zweimal am Tag, morgens und abends praktiziert. Und koreanische Hautpflege-Routinen heißen nicht umsonst Routinen: wie bei so vielem im Leben, erreichen wir unsere selbstgesteckten Skincare Ziele nur mit etwas Geduld und Kontinuität.

Korean Skincare Routinen geht es nicht um schnelle, oberflächliche und kurzlebige Ergebnisse und Veränderungen. Das Ziel ist es immer, nicht nur die Symptome sondern auch und vor allem die Ursachen der Hautprobleme zu bekämpfen. Besonders wenn ihr eure Pflege-Produkte nach cleanen (also nicht-schädliche) und verträglichen Inhaltsstoffen auswählt, könnt ihr mit einer regelmäßigen K-Beauty Routine neuen Hautproblemen und Irritationen vorbeugen. Ihr stärkt die Schutz- und Abwehrfunktionen eurer Haut und versorgt sie mit ausreichend Feuchtigkeit und Nährstoffen.

Koreanische Hautpflege ist so etwas wie eine langfristige Lifestyle-Choice. Das heißt nicht, dass ihr euch hier und heute für eine bestimmte K-Beauty Routine entscheiden und die dann bis in alle Ewigkeit durchhalten müsst. Im Gegenteil! Passt die Hautpflege unbedingt an die Bedürfnisse eurer Haut, eure Lebenssituation und natürlich auch an eure Motivation an. Dann klappt das auch mit der kontinuierlichen Hautpflege und einem schönen und dauerhaften Glow!

Wann zeigt meine K-Beauty Routine sichtbare Ergebnisse?

Nach zwei bis drei Wochen solltet ihr in der Regel die ersten Verbesserungen in eurem Hautbild erkennen können. Individuell kann es aber auch mal schneller gehen oder auch mal länger dauern. Wir haben alle unterschiedliche Veranlagungen, unsere Haut ist unterschiedlich sensibel und wir haben verschiede (und verschieden starke) Hautprobleme. Und dann kommen noch weitere Faktoren wie Ernährung, Sport oder Stress dazu, die auch beeinflussen können, wie sich unsere Haut verändert und wie schnell sie sich regeneriert. Aber die Kombination aus gesundem Lebensstil und der richtigen Pflege ist auf jeden Fall das Erfolgsrezept für gesundes, ebenmäßiges und frisches Hautbild!

Korean Skincare Trends – systematisch und kreativ zugleich

Eine weitere (und für diesen Post die letzte) Gemeinsamkeit: alle Korean Beauty Trends haben uns auf die ein oder andere Weise vorgemacht, welches gestalterische und kreative Potential in Skincare schlummert: Für einen Signature K-Beauty Look wie, Glass Skin oder Cream Skin, braucht es nicht einmal Make-up. Ob maximaler Glow oder ebenmäßiger, seidig-matter Teint – Hautpflege allein reicht aus, um diese begehrten Looks zu kreieren. Natürlich können die verschiedenen Trends mit Make-up ergänzt und betont werden(in Korea typischer Weise eher dezent gehalten), aber ein Muss ist Make-up dabei auf keinen Fall. Die verschieden Korean Beauty Looks feiern einfach die Natürlichkeit in all ihren Nuancen.

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